Christoph Möckel und Constantin Krahmer in der „Kompass Galerie”
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Von Peter Scherrer
Am 6. September stimmen die Jazzmusiker Christoph Möckel (Saxophon) und Constantin Krahmer (Piano) mit einer Matinee (11:30 Uhr) auf das „Node Jazzfest“ ein. Dieses findet erstmalig in Schwerin statt. Spielort für die Matinee ist die neue „Kompass Galerie” in der Schweriner Goethestraße 15. Die Galerie, betrieben vom Kulturkompass MV, wird ein Raum für Kunst und Kultur sein und soll im Oktober öffnen. Beim Konzert zur Mittagszeit werden sie Eigenkompositionen und einige ihrer Lieblingstücke spielen. Der Eintritt zur Matinee am 6. September ist frei, Anmeldung unter info@kulturkompass-mv.de.
Die Musiker
Christoph Möckel und Constantin Krahmer sind beide Jahrgang 1986. Sie haben sich beim Jazzstudium an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln kennengelernt. Ihr Studium schlossen beide mit Auszeichnung ab. Mehr als 15 Jahre waren sie in der dortigen Jazzszene aktiv. Vor einigen Jahren zogen beide nach Mecklenburg. Constantin Krahmer, gebürtiger Lüneburger, ging nach Rostock. Christoph Möckel zog es zurück in seine Geburts- und Heimatstadt Schwerin. Beide unterrichten als Dozenten an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, aber spielen weiterhin Konzerte mit unterschiedlichsten Projekten. Sie gründeten im vergangenen Jahr mit sieben weiteren Jazzmusiker*innen aus Mecklenburg den gemeinnützigen Verein „Jazzkollektiv MV”. So wollen sie die hiesige Jazz- und Musiklandschaft beleben. Am 18. und 19. September lädt das „Jazzkollektiv MV” zu seinem ersten Festival, dem „NODE Jazzfest”, in den Schweriner Wichernsaal ein.
Christoph Möckel
Jazzsaxophonist Christoph Möckel stammt aus einer Musikerfamilie. Er besuchte ein Musikgymnasium, wo er in Chor und Bigband Erfahrungen bei Konzerten in ganz Europa und den USA sammeln konnte. Er war Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend Jazzt“ und „Jugend Musiziert“. Christoph Möckel spielte danach beispielsweise bei Konzerten wie dem Jazzfestival Athen, der Internationalen Jazzwoche Burghausen und beim Autumn Leaves Jazzfestival Luxemburg. Auch ist er regelmäßig als Bühnenmusiker bei Theaterproduktionen tätig, etwa am Schauspiel Köln, Staatstheater Schwerin, Volkstheater Rostock oder Schauspiel Düsseldorf.

Bei Bigband Projekten wie dem Cologne Contemporary Jazz Orchestra oder dem Subway Jazz Orchestra arbeitete er mit internationalen Jazzgrößen zusammen. Daneben musizierte er auch mit Popgrößen wie Lena Meyer-Landruth und Stefan Raab, u.a. beim Eurovision Song Contest. 2012 wurde er als einziges deutsches Mitglied in das European Jazz Orchestra der European Broadcasting Union (EBU) für eine dreiwöchige Europa-Tournee entsandt.
Der Schweriner Jazzer ist auf über 30 CD-Veröffentlichungen für renommierte Labels wie TRAUMTON RECORDS, DOUBLEMOON RECORDS /JAZZTHING NEXT GENERATION, ENJA RECORDS zu hören. Auch bei Rundfunk- und Fernsehproduktionen für NDR, WDR, BR, SR, ARD, ZDF und ARTE wirkte er mit. Seine Debüt-CD „Dreamlike“ veröffentlichte Christoph Möckel 2014. Es folgte die EP „Speed“ seines neu gegründeten Trios, sowie 2023 das Album „Mantra“. Als Workshop-Dozent arbeitet er u.a. für das Landesjugendjazz-Orchester Mecklenburg-Vorpommern, Bundesjugendjazz-Orchester und die Young Academie Rostock (Internationales Zentrum für musikalische Frühförderung).
Constantin Krahmer
Von 2006-2011 studierte Constantin Krahmer Jazzklavier an der Musikhochschule in Köln. Er spielt auch Synthesizer und komponiert, u.a. für seine Bands Close Up und Offshore. Mit ihnen veröffentlichte er bereits drei Alben. Der Pianist Krahmer rief 2022 die Konzertreihe BRON (dänisch/schwedisch: die Brücke) ins Leben. In der Rostocker Petrikirche schlägt er eine musikalische Brücke, indem er deutsche und skandinavische Musiker einlädt, mit ihm Konzerte im Peter-Weiss-Haus zu spielen. Gäste im Rahmen der Reihe waren z.B. Luise Volkmann, Thomas Morgan, Zola Mennenöh, Carlos Bica, Asger Uttrup Nissen, Sebastian Gille, Kresten Osgood, u.v.m.

Internationale Auftritte gehören auch für Constantin Krahmer zu seiner Musiker-Vita. Zahlreiche Touren im In- und Ausland schlossen Auftritte in Polen, Österreich, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, England, Russland und auf den Philippinen ein. Im Juli 2021 gründete Constantin sein Label Yew Records, bei dem im November 2021 als erste Produktion das Debütalbum der Band Ampair:e erschien. Das Album wurde für den Preis der Schallplattenkritik in der Kategorie ”Elektronik & Experimentelles“ nominiert. Im Februar 2022 erschien bei Yew Records ”Close Up“, Constantins Debütalbum unter eigenem Namen. Das Album wurde ebenfalls für die Longlist des Preis der Schallplattenkritik, diesmal in der Kategorie ”Grenzgänge“, nominiert.