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Von Peter Scherrer
Das Jazzkollektiv Mecklenburg-Vorpommern hatte am vergangenen Wochenende erstmals zum NODE Jazzfest in den Schweriner Wichernsaal eingeladen. Mehr als 300 Gäste erlebten das Debüt der Festivalreihe. Begeistert zeigte sich Mitorganisator Christoph Möckel vom Ambiente des Abends. „Es war fast eine privat-persönliche Atmosphäre, denn das Publikum war total aufmerksam“, beschreibt der Jazzer Möckel die Reaktionen der Musiker*innen und des Publikums.



Caspar Rutsch
Das „Jazzkollektiv MV“, im vergangenen Jahr von sieben Musikern der Region gegründet, will mit dem Festival einen neuen Treffpunkt für zeitgenössischen Jazz in Mecklenburg-Vorpommern etablieren. Anspruchsvoll und abwechslungsreich gestaltete sich das Programm: Es reichte von den Big-Band-Klängen des Landesjugendjazz-orchesters MV bis zu ruhigen, komplexen Stücken, wie sie für Jazz typisch sind. Das Line-up war attraktiv besetzt. Zu hören waren europaweit und international bekannte Jazzer wie der dänische Gitarrist Jakob Bro, der polnische Saxophonist Wanja Slavin mit seinem Ensemble Libelle, dann die Hamburger Bassistin Lisa Wulff, die Saxophonistin Tini Thomsen und die beiden Schweriner Nachwuchstalente, Gitarrist Liam Möller und Saxophonist Caspar Rutsch – und noch weitere.

beim Festival-Auftakt

„Wir waren froh, dass alles so gut geklappt hat“, zog Christoph Möckel Bilanz. Lediglich ein Schlagzeuger musste krankheitsbedingt absagen. Mit dem Ticketverkauf ist Möckel sehr zufrieden. Die Resonanz sei „ebenso überraschend wie positiv, und das macht Mut für die Zukunft“, so der Saxophonist aus Schwerin. Bereits kurz nach Festivalende begann die Arbeit an einer zweiten Auflage, die im Herbst 2027 wieder in Schwerin stattfinden soll. „Natürlich ist bei knapper Haushaltslage eine Planung für das nächste Jahr ein Risiko – aber die Nachfrage ist gegeben, deshalb machen wir weiter“, sagte Möckel.

Der Name „Node“ ist Programm: Der Begriff stammt aus der Netzwerktechnik und bezeichnet Knotenpunkte, an denen Informationen zusammenlaufen. Entsprechend verstand sich das Festival als Ort der Begegnung, an dem Musiker, Musikinteressierte und Kulturschaffende der Region ins Gespräch kamen. Die Veranstalter hatten dazu gesondert eingeladen, um zu beraten, wie die Jazzszene in MV weiter belebt werden kann. „Ein ermutigendes Treffen, denn es zeigte, wie vielfältig die Ideen sind, um den Jazz in MV zu fördern“, zeigte sich Möckel optimistisch. Eine Landesarbeitsgemeinschaft Jazz, wie sie etwa in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern existiert, könnte er sich gut vorstellen. Das von ihm mitgegründete Jazzkollektiv MV ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Nicht nur Musikerinnen und Musiker können Mitglied werden – alle Jazzbegeisterte und Förderer sind willkommen. Der Kulturkompass-MV hat die Premiere des Festivals unterstützt. Mehr über das, was die Organisatoren des Festivals bewegt, gibt es im kulturkompass-mv podcast.
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