Schweriner Galerie Dezernat5 in Wuppertal
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Von Peter Scherrer
Heute Abend lädt in der Alten Glaserei in Wuppertal die Bergische Kunstgenossenschaft zur Vernissage der Ausstellung „One World – Kunst ohne Grenzen“ ein. Die Ausstellung, die ein internationales Kunstprojekt präsentiert, ist das Ergebnis einer zweiwöchigen, intensiven Zusammenarbeit von 31 Künstler*innen aus Wuppertal und seinen acht Partnerstädten – darunter Schwerin, Berlin-Schöneberg, Košice (Slowakei), Legnica (Polen), Be’er Sheva (Israel), Matagalpa (Nicaragua), South Tyneside (England) und Saint-Étienne (Frankreich).

Udo Dettmann, Künstler aus Schwerin und einer der internationalen Gäste, vertritt die Galerie Dezernat5. Die Künstler*innen haben sich in den vergangenen Wochen in interkulturellen Teams ausgetauscht, Ideen entwickelt und gemeinsam neue Werke geschaffen. Udo Dettmanns Teilnahme unterstreicht die Verbindung zwischen den Partnerstädten Wuppertal und Schwerin. Die Galerie Dezernat5 aus Schwerin, bekannt für zeitgenössische Kunst, kooperiert seit Jahren mit Künstler*innen aus Wuppertal. „Wichtig ist für mich, dass es mit allen Kolleg*innen einen direkten Austausch und viele Gesprächsrunden gibt. Für mich eine spannende Zeit, denn in künstlerischer Sicht prallen extrem unterschiedliche Stile aufeinander, von ikonischer Volkskunst aus der Ukraine über Cyanotypien, dekorative Druckarbeiten, Malerei in verschiedenen Ausprägungen bis hin zu aktuellen installativen Arbeiten”, berichtet Udo Dettmann aus Wuppertal.


Udo Dettmann ist mit seinen Videoarbeiten vertreten. Künstlerisch beschäftigt sich Dettmann mit den interaktiven Möglichkeiten des Realraums. Fläche, Raum, bewegtes Bild und Objekt bilden bei ihm einen Dialog. Seine Arbeiten schaffen Situationen, in denen Betrachter*innen sich ihrer eigenen Wahrnehmung bewusst werden sollen. Für »One World« sind Videofilme sein Arbeitsmedium. Seine kurzen Filme werden als Endlosschleife gezeigt, verweigern schnellen Konsum und setzen auf langsames Erkennen durch Wiederholung.
Die Kunstaktion: Ein Labor für Dialog und Kreativität

„One World“ ist mehr als eine Ausstellung: Es ist ein lebendiges Labor für Kreativität, Vielfalt und Zusammenarbeit. Initiiert wurde das Projekt vom Wuppertaler Künstler Frank N, der auch als künstlerischer Leiter fungiert. Ihm geht es darum, nachhaltige internationale Netzwerke aufzubauen. Der kulturelle Austausch zwischen Wuppertal und seinen Partnerstädten soll gestärkt werden, gemeinsame künstlerische Erfahrungen sollen über Sprache und Politik hinausgehen.
Ziel der Aktion: Kunst als verbindende Kraft
In einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung und globaler Krisen wollen die Veranstalter mit „One World“ ein Zeichen für Dialog, Zusammenarbeit und kulturelle Offenheit setzen. Die Ausstellung zeigt, dass Kunst Menschen verbindet – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Kultur. Die Werke entstehen nicht nur als individuelle Schöpfungen, sondern als Ergebnis eines gemeinsamen kreativen Prozesses, der neue Perspektiven eröffnet. Es gibt bereits Pläne, die Ausstellung nach Wuppertal als Wanderschau durch die Partnerstädte zu schicken. Berlin-Schöneberg und Schwerin haben bereits Interesse signalisiert.